In dem, 1892 von Frank Gilbert geschriebenen und von Charles Coburn gesungenen, Lied „Der Mann, der die Bank von Monte Carlo sprengte“ geht es um einen Mann, der unendlich viel Geld beim Roulette spielen gewonnen hat.
Der Mann, der zu diesem Lied inspirierte haben könnte, ist Joseph Hobson Jagger, ein 1830 in Bradford geborener Ingenieur. Er arbeitete in der Baumwollindustrie und entwickelte eine Menge an Verbesserungen und Neuerungen für die Maschinen.
Jagger wusste, dass es schwierig war ein perfekt ausbalanciertes Rouletterad zu schaffen und wusste auch, dass beim Roulette einige Zahlen konstant wiederkehren. Daher machte er ein Experiment. Er schickte einige seiner Assistenten ins Kasino von Monte Carlo, um die Rouletteräder auszuprobieren. Anschließend analysierte er die Resultate und entschied sich für das Rouletterad, das die meisten Eigenheiten hatte. Bereits nach kurzer Spielzeit konnte er auf große Gewinne verweisen.
Andere Spieler folgten daraufhin seinem Beispiel. Dies veranlasste die Kasinobesitzer die Rouletteräder täglich auszutauschen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Jagger allerdings bereits einen sehr hohen Gewinn gemacht.
Eine andere Persönlichkeit, die zu diesem Lied inspiriert haben könnte, ist der englische Spieler Charles Wells. Dieser wurde 1841 in London geboren und machte sich einen Namen als Betrüger. Auch Wells versuchte im Kasino von Monte Carlo sein Glück, jedoch mit Hilfe des Einsatzsystems „Martingale“. Dieses beruht darauf, dass man seinen Einsatz nach jeder verlorenen Wette, verdoppel soll. Dieses System war unglaublich erfolgreich und Wells gewann in zwei Tagen bis zu einer Million Franken (zu dieser Zeit eine unvorstellbare Summe).
Sein Erfolg verursachte große Unruhen im Kasino, denn viele Spieler versuchten auf dieselben Nummern wie er zu setzen. Nach seinem Erfolg begab er sich zurück nach England, doch schon einige Monate später traf man ihn wieder in Monte Carlo an. Diesmal musste er allerdings einige Verluste einstecken und verlor dabei sein gesamtes Geld.
Nach dieser riesigen Schlappe verbrachte Charles Wells die meiste Zeit seines Lebens nun nicht mehr im Kasino, sondern im Gefängnis.










